Ferienordnung und Schließtage für 2020/21

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"Li-La-Löhle" und "Am Sonnenhügel" erste "Eine Welt-Kita" im Landkreis Tirschenreuth

In Kemnath wurden die beiden Kindertagesstätten "Li-La-Löhle" und "Am Sonnenhügel" als erste "Eine Welt-Kita" im Landkreis Tirschenreuth ausgezeichnet. Die offizielle Urkundenübergabe wurde virtuell gefeiert.

Projektreferentin Caren Rehm vom Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. (Mitte) "überreichte" die Auszeichnung zur "Eine Welt-Kita" virtuell an Kita-Gesamtleiterin Angelika Lober (obere Reihe, Zweite von rechts.)

Der Kemnather Kindertagesstätte „Li-La-Löhle“ und der neuen Kindertagesstätte „Am Sonnenhügel“ wurde gemeinsam die Auszeichnung „Eine Welt-Kita: fair und global“ vom Eine Welt Netzwerk Bayern verliehen. Sie ist damit eine von 22 „Eine Welt-Kitas“ in Bayern und die erste im Landkreis Tirschenreuth. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Feier zur Übergabe der Urkunde virtuell im Rahmen einer Online-Konferenz statt. Susanne Schindler, Fairtrade-Ansprechpartnerin in der Stadtverwaltung, moderierte die Veranstaltung, zu der sie unter anderem Projektreferentin Caren Rehm vom Eine Welt Netzwerk Bayern, Mitglieder der Kita-Steuerungsgruppe, Bürgermeister Roman Schäffler sowie Mitglieder der Kemnather Fairtrade-Steuerungsgruppe begrüßte. Auch Sabine Schober, künftige Fairtrade-Ansprechpartnerin in der Verwaltung, nahm an der Sitzung teil.

Sieben Kriterien wurden erfüllt

Bürgermeister Schäffler zeigte sich stolz darauf, dass die Einrichtungen in Kemnath diese Auszeichnung entgegennehmen dürfen. „Wir waren die erste Fairtrade-Stadt im Landkreis und haben jetzt auch die erste ,Eine Welt Kita’ im Landkreis“, sagte der Bürgermeister. Er dankte allen, die mitgewirkt hatten, dass die sieben Kriterien erfüllt wurden, um die Auszeichnung zu bekommen. Die Kommune als Trägerin der Einrichtungen werde an allen Stellen, wo dies möglich sei, dabei unterstützen, den „Eine Welt-Gedanken“ zu leben.

Caren Rehm erinnerte daran, dass die ersten Gespräche über eine mögliche Beteiligung der Kemnather Kita im Mai 2020 geführt worden waren. Ziel des Projektes sei es, Eine Welt-Themen beziehungsweise Globales Lernen als Bildungskonzept in bayerischen Kindertageseinrichtungen stärker zu verankern sowie pädagogische Fachkräfte bei dieser Aufgabe zu unterstützen. „Globales Lernen bedeutet dabei Bildungsarbeit, die den Blick und das Verständnis der Menschen für die Realitäten der Welt schärft und sie zum Einsatz für eine gerechtere, ausgewogenere Welt mit Menschenrechten für alle aufrüttelt“, erklärte Rehm. Mit Kemnath gebe es nun sechs „Eine Welt-Kitas“ in der Oberpfalz.

Projektwoche zum Thema „Plastik“

Kita-Leiterin Angelika Lober dankte für die Auszeichnung und betonte, um dem Anspruch einer „Eine Welt-Kita“ gerecht zu werden, genüge es nicht, nur eine „To-do-Liste“ abzuarbeiten. „Man muss dahinterstehen und das tun wir alle“, sagte sie. Über erste konkrete Aktionen und Projekte berichtete Agnes Ring, Bereichsleiterin Kinderkrippe. Neu gegründet wurde eine Steuerungsgruppe, die sich gezielt mit dem Thema Fairtrade auseinandersetze. Diese bestehe aus pädagogischem Personal aus Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort sowie der Elternvertreterin Barbara Weismeier. Ring machte auch deutlich, dass man die beiden Faktoren „Fair“ und „Regional“ verknüpfen wolle. Sie kündigte eine Projektwoche zum Thema „Plastik“ an, in der ein Bewusstsein dafür geschaffen werden soll, wie viel Müll man mit Plastiktüten produziere und was man vermeiden könne. „Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Stofftaschen wird es demnächst in der Einrichtung sogenannte waschbare ‚Wet-Bags‘ geben. Mit diesen kann auch sehr nasses Material sicher verpackt und den Kindern mit nach Hause gegeben werden“, erklärte Ring. Für weitergehende Ideen und Anregungen von Seiten der Eltern sei man immer offen und dankbar.

 

Alfred Kick, Sprecher der Kemnather Fairtrade-Steuerungsgruppe, hob besonders hervor, dass es nach der Fairtrade-Stadt Kemnath und der Fairtrade-Realschule nun auch die ‚Eine Welt-Kita‘ gebe. Kemnath befinde sich auf einem ausgezeichneten Weg, der globales Lernen und faires Handeln zum Alltag mache.

 

"Globales Lernen bedeutet dabei Bildungsarbeit, die den Blick und das Verständnis der Menschen für die Realitäten der Welt schärft und sie zum Einsatz für eine gerechtere, ausgewogenere Welt mit Menschenrechten für alle aufrüttelt."

Projektreferentin Caren Rehm vom Eine Welt Netzwerk Bayern